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Bäckerei Keim

Wetter bedingt Warenmenge

Wetter, Ferien oder eine Baustelle vor dem Fachgeschäft sind nur ein paar der Faktoren, die Einfluss auf den Verkauf haben. Um die benötigten Mengen von Gebäck und Broten bedarfsgerecht bestellen zu können, setzt die Bäckerei Keim aus Reutlingen-Mittelstadt auf ein wetterbasiertes Prognosetool von OptimoBercher und meteolytix.

veröffentlicht: 05. März 2018
Autor: David David

Täglich müssen Fachgeschäftsleiter/innen entscheiden, wie viele Brezeln und Brote für den nächsten Tag bestellt werden müssen. Dass eine wetterbasierte Bedarfsprognose vermutlich zahlreiche Vorteile mit sich bringt, davon war Marc Epp, Leiter Controlling und Administration der Bäckerei Keim, schnell überzeugt. In Zusammenarbeit mit OptimoBercher und dessen Partner, der meteolytix GmbH, wurde das Bedarfsprognosemodul OPTIforecast zunächst in einem Fachgeschäft implementiert. Bereits 2014 fiel die Entscheidung für eine gesamtheitliche Softwarelösung für das Unternehmen von OptimoBercher. Damals entschied sich die Bäckerei Keim für das Warenwirtschaftssystem OPTIback2, das eine geeignete Lösung aus standardisierten Paketen darstellte und zugleich offen für kundenspezifische Anforderungen war. Nach der Implementierung des Bedarfsprognosetools OPTIforecast stellte OPTIback2 alle wichtigen Daten wie z.B. Verkauf- und Retourenmengen, sowie den Zeitpunkt des letzten Verkaufs bereit. „Der Arbeits- und Zeitaufwand für uns war dadurch sehr gering“, berichtet Marc Epp und ergänzt: „Wir mussten nur noch Kleinigkeiten in das System einpflegen, alle weiteren Informationen zog OPTIforecast aus OPTIback2.“

Bäckerei Keim Auslage

Bäckerei Keim Unternehmen

Schnelle Erfolge

Dass sich der Einsatz des Bedarfsprognosetools lohnt, zeigte sich unmittelbar in der Praxis: „Die Bestellvorschläge, die uns OPTIforecast nannte, wichen von unseren bisherigen Bestellungen ab“, erklärt Epp. „Es wurde jedoch schnell deutlich, dass diese neuen Vorschläge erheblich bedarfsgerechter waren.“ Nach der ersten Testphase, die ca. zwei Wochen andauerte, entschied sich die Bäckerei Keim, das System auf insgesamt elf Fachgeschäfte auszuweiten. Nach etwa zwei Monaten konnte die Retourenquote um bis zu vier Prozentpunkte gesenkt werden: „Es wurde deutlich, dass die Artikel, die wir gerne in unseren Regalen sehen wollen, oftmals gar nicht die sind, die der Kunde gerne kauft“, erläutert Epp. In den Fachgeschäften kam es zu Sortimentsverschiebungen und einer bedarfsgerechteren Bestellung, da die georderten Produkte nun frei von den persönlichen Präferenzen der Fachgeschäftsleitung ausgewählt und rein objektive Entscheidungen getroffen wurden. „Uns war es jedoch wichtig, dass die Fachgeschäftsleitung ihre Verantwortung behält und weiterhin in den Bestellvorgang eingreifen kann, denn nur so können beispielsweise auch größere Kundenwünsche wie eine Bestellung für einen Geburtstag berücksichtigt werden“, betont Marc Epp.

Da der Umsatz durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, lässt sich derzeit noch keine Aussage treffen, ob der Einsatz von OPTIforecast zu einer Umsatzsteigerung führt. Marc Epp freut sich dennoch: „Wir haben bislang zwar keine signifikanten Umsatzänderungen, dennoch sind wir verkaufspräsent mit weniger Menge. Wir können so ressourcenschonender produzieren und dabei unseren Umsatz trotzdem konstant halten. Das ist bereits ein schöner Erfolg.“ Und auch die Mitarbeiter sind begeistert. Von den 56 Fachgeschäften arbeiten inzwischen elf mit OPTIforcast, und die Gebietsverkaufsleiter/innen wünschen sich das System für alle Fachgeschäfte. „Unsere MitarbeiterInnen müssen sich beispielsweise keine Sorgen mehr machen, bevor sie in den Urlaub fahren, weil ihre Vertretung durch das neue System nur noch auf zwei bis drei Artikel achten muss statt auf das gesamte Sortiment.“ Die Software entlastet auf diese Weise die Mitarbeiter im Verkauf, die dadurch mehr Zeit für den einzelnen Kunden gewinnen. Die Bäckerei Keim und OptimoBercher arbeiten inzwischen schon an der individuellen Weiterentwicklung des Moduls. Zukünftig soll ein stundenbasierendes Prognosesystem entwickelt werden, so können z.B. bedarfsgerechte Backpläne erstellt werden.

Bäckerei Keim, Reutlingen

  • Standorte: 56 Standorte
  • Mitarbeiter: 500, davon 12 Auszubildende
  • Stand: 30.11.2017

Vorteile auf einen Blick

  • Senkung der Retourenquote
  • Ressourcenschonende Planung
  • Entlastung von Mitarbeitern
  • Bedarfsgerechtes Sortiment
  • Verkürzter Bestellvorgang der Waren

Zitate

  • „Für unsere Mitarbeiter bedeutet das neue System eine deutliche Arbeitsentlastung, ohne ihnen die Verantwortung zu nehmen.“
    Markus Keim, Geschäftsführer, Bäckerei Keim